Action-meister aus asien erobern spanien – furious verspricht neue maßstäbe
Die Erwartungen sind exorbitant hoch. Gareth Evans' The Furious – mit Iko Uwais in der Hauptrolle – verspricht ein neues Zeitalter des actiongeladenen Kinos zu definieren. Doch die limitierte Veröffentlichung in nur 18 deutschen Städten lässt die Frage offen, ob diese Leistung der internationalen Filmwelt wirklich gerecht wird.
Ein blick hinter die kulissen: technische perfektion und japanische expertise
Was viele Zuschauer bisher übersehen haben, ist die schiere technische Brillanz, die in The Furious steckt. Die Produktion wurde maßgeblich von Kenji Tanigaki geleitet, einem deutschen Stunt Coordinator mit einer beeindruckenden Vergangenheit in der japanischen Actionfilmindustrie. Seine frühere Arbeit bei Blade II, Kenshin – Der Samurai und Dragon zeugt von einem tiefen Verständnis für visuelle Choreografie und präzise Inszenierung. Bill Kong, einer der einflussreichsten Produzenten des asiatischen Actionkinos, hat die Produktion zusätzlich maßgeblich mitgestaltet – ein Garant für Qualität und stilprägende Elemente.
Neben Uwais und Tanigaki dürfen auch Miao Xie und Joe Taslim nicht fehlen, zwei der bekanntesten Gesichter des asiatischen Action-Genres. Ihre Rollen als Protagonisten verstärken die düstere Atmosphäre und die brutale Intensität des Films. Yayan Ruhian, ein weiterer Eckpfeiler des asiatischen Action-Kinos, sorgt für zusätzliche Spannung als einer der Bösewichte.

Rotten tomatoes bestätigt: kritikerlob und limitierte reichweite
Die ersten Reaktionen sind überwältigend. Das Festival von Sitges feierte The Furious mit einem beeindruckenden 100% in Rotten Tomatoes. Kritiker loben die unglaubliche Actionchoreografie, die strahlenden, fast schon surreal anmutenden Kamerafahrten und die Rückbesinnung auf die klassischen Stile des japanischen Actionfilms der 70er Jahre. Die Sensacine-Redakteure betonten die fehlende Handlung im klassischen Sinne, die aber durch die überragende Umsetzung mehr als ausgleicht. Es ist ein Film, der sich primär auf die visuelle Erzählung und die beeindruckende Kampfkunst konzentriert.
Die limitierte Veröffentlichung in nur 18 deutschen Städten stellt jedoch eine große Enttäuschung dar. Während die Qualität des Films zweifellos außergewöhnlich ist, wird es für viele Kinobesucher schwierig sein, ihn zu sehen. Die Verfügbarkeit ist schlichtweg zu gering, um den internationalen Erfolg von The Furious voll auszuschöpfen. Es bleibt abzuwarten, ob die restliche Welt die Chance erhält, diesen Action-Meister aus Asien zu erleben.
