Alien vs. predator: der film, der zwei franchises rettete – und eine andere verpasste

Paul W.S. Anderson bedauert, dass einige Filmemacher Videospieladaptionen ohne Erfahrung daran leiten. Doch der Regisseur von „Aliens vs. Predator“ erinnert auch an den unerwarteten Erfolg des Crossover-Films von 2004, der die Zukunft zweier Science-Fiction-Reihen maßgeblich beeinflusste.

Ein finanzieller rettungsflug für alien und predator

Ein finanzieller rettungsflug für alien und predator

Anderson enthüllte in einem Interview mit PCGamer, dass der Erfolg von „Alien vs. Predator“ eine Renaissance für die beiden Franchises auslöste. Vor dem Film waren sowohl „Alien“ als auch „Predator“ in Hollywood weitgehend inaktiv. Trotz durchwachsener Kritiken – Rotten Tomatoes verzeichnete lediglich 21 Prozent – spielte der Film über 172 Millionen Dollar ein bei einem Budget von 60 Millionen Dollar. Dieser finanzielle Erfolg ebnete den Weg für „Alien vs. Predator: Requiem“ – eine Fortsetzung, die eher im Gedächtnis bleiben sollte – und weckte das Interesse der Industrie an neuen Projekten in beiden Universen.

Doch der Erfolg hatte auch eine Schattenseite. Während „Alien vs. Predator“ die Franchise wiederbelebte, führte er dazu, dass James Cameron von einer geplanten fünften „Alien“-Verfilmung zurücktrat. Cameron hatte sich mit Ridley Scott an einer Fortsetzung beschäftigt, doch Fox entschied sich stattdessen für den Crossover. „Ich habe ihnen geraten, das nicht zu tun. Sie würden die Marke ruinieren“, so Anderson. „Es ist wie bei Universal mit Dracula gegen den Werwolf.“

Die Entscheidung von Fox hatte weitreichende Folgen. Die geplante fünfte „Alien“-Verfilmung mit Cameron und Scott hätte möglicherweise auch den Film „Prometheus“ verhindert. Ob diese alternative Realität tatsächlich existiert hätte, bleibt ein Rätsel. In den letzten Jahren gab es jedoch mit „Alien: Romulus“ und der Serie „Alien: Planet Erde“ wieder neues Leben in die Franchise, während „Predator“ mit „Badlands“ und „Killer of Killers“ zuletzt ebenfalls neue Filme präsentierte.

Der Erfolg von „Alien vs. Predator“ ist ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie ein scheinbar riskantes Projekt eine ganze Filmindustrie beeinflussen kann. Er zeigt aber auch, wie strategische Entscheidungen die Entwicklung einer Franchise nachhaltig verändern können. Die Frage bleibt, ob die kommenden Filme der beiden Franchises den hohen Erwartungen gerecht werden können.

Die Veröffentlichung von Alien: Romulus und der Serie Alien: Planet Erde in den letzten Jahren zeigten, dass die Xenomorphen immer noch ein breites Publikum begeistern können. Auch Predator hat mit seinen jüngsten Veröffentlichungen gezeigt, dass die Marke noch lange nicht erschöpft ist.

Wer erinnert sich noch an die Diskussionen um eine fünfte „Alien“-Verfilmung mit James Cameron und Ridley Scott? Die Entscheidung gegen dieses Projekt zeigt, dass der Weg zu einer erfolgreichen Fortsetzung oft von unerwarteten Wendungen geprägt ist.

Der Erfolg von „Alien vs. Predator“ mag kurzlebig gewesen sein, doch er hat die Science-Fiction-Landschaft nachhaltig verändert. Er ist ein Mahnmal dafür, dass auch scheinbar ungewöhnliche Ideen ihren Platz in der Filmgeschichte finden können.

Die Zukunft von Alien und Predator sieht vielversprechend aus, aber die Industrie muss lernen, aus der Vergangenheit zu lernen, bevor sie neue Risiken eingeht.

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