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Logan stirbt nicht? – fehlender sinn in 'logan: the movie'

Die Adaption von Frank Millers „Logan“ polarisierte schon damals. Während „Logan – Unkillable“ für seine düstere Atmosphäre und seinen Bezug zum Original-Comic gelobt wurde, wirft eine neue Analyse Fragen auf: Ist die logische Basis der Handlung wirklich haltbar?

Inmortalität mit fehlern: warum „logan: the movie“ den faden verliert

Inmortalität mit fehlern: warum „logan: the movie“ den faden verliert

Die Prämisse ist zunächst faszinierend: Ein alter, erschöpfter Wolverine, der von einem wohlhabenden Mann angesprochen wird, der ihm den Tod ermöglichen will, um ihn von seiner ewigen Existenz zu befreien. Doch die Umsetzung dieser Idee stößt schnell an ihre Grenzen. Logan, gezeichnet von Verlust und müde von seinem Überleben, weigert sich zunächst, aber dann akzeptiert er das Angebot. Dies ist zwar eine poetische Darstellung, doch sie ignoriert grundlegende Aspekte von Wolverines Physiologie.

Der film spielt mit der Idee der Regeneration, die ein zentrales Element von Wolverines Mutantenfähigkeit ist. Die Ausbeutung dieser Fähigkeit zur Immortalisierung ist jedoch wissenschaftlich nicht haltbar. Die Methode, seine Knochen zu extrahieren und zu nutzen, um den alten Mann zu verjüngen, widerspricht der etablierten Lore. Es ist, als würde man versucht, ein Problem mit einer Lösung zu beheben, die das Problem noch verschlimmert.

Das Problem liegt nicht allein in der Physik, sondern auch in der Abweichung vom ursprünglichen Werk von Frank Miller. Während der Comic eine düstere Samurai-Geschichte ist, fokussiert sich der film auf eine Handlung, die im Original nicht existiert. Die Darstellung der Adamantium-Rüstung des Bösewichts wirft ebenfalls Fragen auf – wie kann ein solch schweres Material überhaupt bewegt werden? Und wie kann Logan seine Adamantium-Krallen wiedererlangen, wenn sein Skelett bereits aus diesem Material besteht?

Die Logik des Universums mag zwar Raum für Anspielungen auf die Vergangenheit des Charakters lassen, doch die interne Konsistenz leidet unter diesen Ungereimtheiten. Die Entwickler scheinen sich mehr auf den emotionalen Aspekt des Abschieds konzentriert zu haben, als auf die logische Durchgängigkeit der Geschichte. Das ist verständlich, aber es führt zu einem fragwürdigen Ende.

„Logan: The Movie“ ist zweifellos ein wichtiger film im Wolverine-Kanon. Doch seine narrative Stärke wird durch logische Fehler und Abweichungen vom Original untergraben. Ein Produkt, das mehr verspricht, als es hält.

Die Frage ist nicht, ob „Logan“ ein guter film ist, sondern ob die Autoren die Konsequenzen ihrer kreativen Entscheidungen wirklich bedacht haben. Die Antwort scheint ein klares Nein zu sein.

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