Ustwo games wechselt zum outsourcing – kreativkrisen und london-kosten belasten

Die Entwicklung von Spieleprojekten hat sich drastisch verändert. Maria Sayans, CEO von Ustwo Games – den Machern des stilprägenden Monument Valley – hat den Kurswechsel signalisiert: In Zukunft setzt das Studio verstärkt auf externe Auftragnehmer statt festangestellte Mitarbeiter.

Schritt zurück ins budget – monument valley als weckruf

Schritt zurück ins budget – monument valley als weckruf

Die Entscheidung, die Entwicklungskosten zu senken, ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Sie folgt auf eine Reihe von Umtaten: Der Rückzug von Monument Valley aus dem Netflix-Katalog und die Erosion etablierter Kooperationen mit großen Unternehmen haben Ustwo vor eine bittere Realität gestellt. Die Produktionskosten für ihre Spiele, traditionell zwischen 7 und 10 Millionen Pfund pro Projekt über drei bis vier Jahre, waren schlichtweg zu hoch.

„Wir haben das IP von Monument Valley für PC und Konsolen neu auflegen wollen, aber unsere Budgets haben sich als unerschwinglich erwiesen, um eine sichere Break-Even-Position zu erreichen“, erklärt Sayans. Ein Blick auf kleinere Projekte wie Alba oder Assemble With Care verdeutlicht die Notwendigkeit: „Es gibt in diesen Bereichen bereits Studios, die mit deutlich geringeren Budgets erfolgreich sind – etwas, das wir mit unserer Basis in London und unserem Personal mit Pensionsansprüchen niemals erreichen können.“

Ustwo hat sich bislang in der Illusion einer stabilen Belegschaft verdrängt. Sayans ist nun offen: „Wir waren ein bisschen zu romantisch und dachten, wir brauchen Mitarbeiter und langfristige Arbeitsplätze. Das hat uns in eine Situation gebracht, in der wir mit Monument Valley 3 die Produktionskosten erreicht haben. Wir müssen diesen Ansatz ändern.“

Die Zukunft sieht anders aus: Eine kleine, kernige Mannschaft wird die Basis bilden, während der Großteil des Wachstums durch externe Fachkräfte generiert wird. Sayans betont: „Ich sehe vor allem die Möglichkeit, dass wir in Zukunft einen Kern haben und das Wachstum durch Auftragnehmer kommt. Das ist etwas, das ich im Branchenalltag hasse.“ Die frühere Euphorie über die Sicherheit von festangestellten Mitarbeitern ist nun Geschichte.

Die Entwicklung scheint sich rasant verschoben zu haben. Die Zeiten, in denen Studios mit hohen Budgets und langfristigen Arbeitsverträgen erfolgreich sein konnten, sind vorbei. Ustwo Games ist nun gezwungen, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen – und das mit einer gewissen Melancholie.