Lesen boom in spanien: sapkowski prangert buchpreise an – und die nächste witcher-episode?
Spanien erlebt eine Renaissance der Lektüre, besonders bei jungen Menschen. Doch die Freude über den Trend wird getrübt: Der polnische Fantasy-Autor Andrzej Sapkowski wirft einen scharfen Blick auf die wachsende Notwendigkeit, Bücher erschwinglich zu machen.

„Ein buch sollte nicht teurer sein als ein halber liter wodka“
In einer kürzlichen Rede in Brüssel äußerte sich Sapkowski besorgt über die steigenden Buchpreise. Er argumentierte, dass die hohen Kosten der Hauptgrund für den Rückgang der Leserzahlen seien. „Wenn Bücher angemessen preiswert wären und staatlich subventioniert würden, könnte die Lektüre wieder zunehmen“, so der Autor der „The Witcher“-Saga.
Sapkowski beobachtet zwar eine steigende Beliebtheit von Fantasy-Literatur – auch unter jüngeren Lesern. Die Verlage scheinen dies zu bestätigen, denn Neuauflagen seiner Werke sind ein stetiges Faktum. Doch der Autor betont, dass dies nicht allein ein wirtschaftliches Kalkül sei.
Neben dem Erfolg der Videospieladaptionen, die die Reichweite seiner Geschichten deutlich erhöht haben, blickt die Fangemeinde sehnsüchtig auf „The Witcher 4“. CD Projekt RED hält die Fans jedoch weiterhin im Dunkeln. Die Spekulationen über den Preis des Spiels – manche erwarten bis zu 100 Dollar – sind bereits im Gange.
Die Diskussion um die Preisgestaltung von Spielen, aber auch von Büchern, zeigt ein deutliches Problem: Der Zugang zu Geschichten wird immer schwieriger. Während die digitale Welt neue Möglichkeiten bietet, bleibt die physische Bindung an ein Buch oder ein Spiel ein wichtiger Faktor. Und der Preis, der dafür verlangt wird, könnte den Erfolg vieler Geschichten gefährden.
Die Leser könnten sich auf eine Enttäuschung vorbereiten: Der nächste „The Witcher“-Film wird wahrscheinlich nicht besser sein als die vorherigen.
