Bungie's marathon: mikrotransaktionen sorgen für kritik – und ein update
Der Launch von Marathon ist zwar mit guten Spielerzahlen und positiven Kritiken über die Bühne gegangen – verglichen mit Slay the Spire 2 mag das aber relativ sein – doch das Spiel von Bungie ist nicht ohne Kontroversen geblieben. Der neue Shooter des US-Studios steht massiv in der Kritik wegen seines Monetarisierungssystems, insbesondere des Battle Passes und Einschränkungen bei Kosmetika. Einige Spieler bezeichnen ihn sogar als das „schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis der Branche“.
Kritik am kosmetischen fortschritt: einzelne anpassungen sind zu restriktiv
Die Beschwerden sind so laut geworden, dass Bungie bereits einen Patch mit Anpassungen in der Monetarisierung angekündigt hat. Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die Funktionsweise der Kosmetika. Gegenstände wie Embleme und Waffenamulette lassen sich beispielsweise nur auf eine Waffe pro Stück anbringen. Wer sie auf mehreren Waffen nutzen möchte, benötigt somit Duplikate. Dies wird von vielen Spielern als unnötige Komplizierung der Personalisierung empfunden und reduziert den Fortschritt im Battle Pass, da oft wiederholte Versionen desselben Objekts freigeschaltet werden.
Auf Reddit wurden die Kritikpunkte besonders deutlich. Zahlreiche Nutzer vergleichen das System mit fragwürdigen Entscheidungen aus der Vergangenheit von Bungie, insbesondere mit dem anfänglichen Shader-System in Destiny 2. Dort waren Shader nur für eine einzelne Rüstung geeignet, was zu einem ständigen Sammeln von Duplikaten verurteilte. Die Stimmung ist hitzig: Während einige Spieler sich nach den Tagen der Blütezeit von Bungie sehnen, fordern andere eine Rückkehr zu den Elementen, die sie einst an das Studio faszinierten.
Auch der Battle Pass selbst wird scharf kritisiert. Manche Spieler bezeichnen ihn hyperbolisch als „die schlechteste Art, sein Geld auszugeben“, da er kaum nennenswerte Belohnungen bietet. Häufiger Kritikpunkt: Es wird lediglich ein Charakter-Skin geboten, was im Vergleich zu anderen Spielen des Genres als mangelhaft angesehen wird. Diese Spiele bieten in der Regel eine größere Auswahl an kosmetischen Belohnungen.
Bungie arbeitet bereits an einem Patch, der diese Woche erscheinen soll. So wird der Premium-Währungs-Bundle für 9,99 Euro angepasst: Statt 1.100 Lux erhält man zukünftig 1.120 Lux. Ziel ist es, dass Spieler bestimmte Kosmetika ohne den Kauf mehrerer Bundles erwerben können. Käufer des aktuellen Bundles erhalten zudem eine Gutschrift von 20 Lux pro Kauf vor der Änderung.
Die Reaktion der Community zeigt deutlich, dass Bungie mit seiner aktuellen Strategie nicht alle Spieler überzeugt hat. Die Ankündigung des Patches ist ein erster Schritt, aber ob er ausreicht, um das Vertrauen der Spieler wiederzugewinnen, bleibt abzuwarten. Es bleibt abzuwarten, ob Bungie seine Monetarisierungsstrategie überdenkt, bevor die Spieler die Hoffnung auf eine Rückkehr zu den Wurzeln des Studios aufgeben.