Die dunkle seite der onlinedomäne: mikroverstöße sorgen für ein 145-millionen-dollar-geschäft

In den sozialen Medien verstricken wir uns immer mehr und dabei verlieren wir unserer Umwelt den Kontakt. Das ist kein neues Phänomen mehr, aber die Konsequenzen, die damit einhergehen, beginnen erst jetzt zu erstaunen. Ein Beispiel dafür sind sogenannte Mikroverstöße, die als Nebensache begonnen haben, aber heute eine aufstrebende Branche mit einem Umsatz von 145 Millionen Dollar darstellen.

Mikroverstöße: von like zu cyberverdacht

Mikroverstöße: von like zu cyberverdacht

Der Begriff Mikroverstöße wurde erstmals vor zehn Jahren von der Psychologin Melanie Schilling geprägt und bezeichnet jede Handlung in sozialen Medien, die nicht mit dem Partner diskutiert werden sollte. Das Spektrum an möglichen Mikroverstößen ist so breit wie man es sich wünscht, von einem Like über eine Reaktion auf eine Twitter-Postings bis hin zu einer Klickanalyse.

Die Psychologie betrachtet es als Problem, wenn die Neugierde in eine Obsession umschlägt und man andere auf die Suche nach Hinweisen schickt. Was für jemanden, der nach einem Anhaltspunkt sucht, wie Gold ist, ist für einen anderen nur das Verhalten eines Jeden mit einem Handy in der Hand. Der Schwierigkeit, in dieser Dynamik zu navigieren, liegt darin, dass jede Art von Antwort als emotional oder attraktiv interpretiert werden kann.

Da es jedoch eine solche Dynamik gibt, hat jemand die Idee entdeckt, daraus Geschäft zu machen. Heute gibt es eine Vielzahl von Anwendungen und Abonnements, die sich als Elternkontrolle ausgeben, tatsächlich jedoch eine Industrie darstellen, die jährlich wächst.