„Space Brothers“ klettert in den japanischen Charts – Ein Manga-Phänomen erlebt eine Renaissance

Ein unerwarteter Erfolgserlebnis für Manga-Fans: „Space Brothers“, ein Drama über zwei Brüder mit dem Traum vom Weltraum, hat in Japan die Charts erobert. Nach fast zwei Jahrzehnten seit Beginn der Serialisierung stürmt der 46. Band der Reihe die Verkaufslisten und übertrifft sogar populäre Titel wie „Die Tagebücher der Apothakerin“. Ein Beweis dafür, dass auch lange Erzählungen im Manga-Genre noch lange nicht am Ende ihrer Möglichkeiten angelangt sind.

Die Geschichte zweier Träumer

Die Geschichte zweier Träumer

„Space Brothers“ erzählt die Geschichte von Mutta und Hibito Nanba, zwei Brüder, deren Traum, Astronauten zu werden, durch eine vermeintliche UFO-Sichtung in ihrer Kindheit geweckt wurde. Während Hibito kurz vor dem historischen Schritt als erster Japaner auf dem Mond steht, kämpft Mutta mit zahlreichen Rückschlägen auf seinem Weg. Doch er gibt seinen Traum nicht auf und versucht es erneut.

Der Manga von Chūya Koyama, der 2007 bei Kodansha begann, hat nun über 138.000 Exemplare des aktuellen Bandes verkauft. Diese Zahlen sind bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass der Titel älteren und neueren, populäreren Werken unterlegen war. Die anhaltende Beliebtheit zeigt, dass die Geschichte der Nanba-Brüder weiterhin viele Leser fesselt.

Ein Anime-Adaption des Mangas wurde bereits 2012 von A-1 Pictures produziert, dem Studio, das aktuell an der Verfilmung von „Solo Leveling: Beyond the System“ arbeitet. Die Serie lief zwei Jahre lang und umfasste insgesamt 99 Episoden, die über Crunchyroll verfügbar waren – allerdings ist die Serie derzeit nicht mehr online abrufbar. Der besondere Clou: Die Serie verfügt über einen einzigartigen Eintrag im Fernsehgeschichte. In der Serie wurden echte Dialoge von dem japanischen Astronauten Akihito Hoshide aus der Internationalen Raumstation aufgenommen, die im 31. Episode zu hören sind.

Der Erfolg von „Space Brothers“ ist nicht nur ein Zeichen für die Qualität der Geschichte, sondern auch ein Beweis dafür, dass lange Manga-Serien eine treue Fangemeinde haben können und auch nach vielen Jahren noch für Überraschungen sorgen können. Es zeigt, dass es sich lohnt, in komplexe Charaktere und Erzählungen zu investieren, die über den kurzfristigen Hype hinaus Bestand haben.