Iss-energiespende erhöht sich: nächster sonnenkollektor-array bereit für den einsatz
Die Internationale Raumstation (ISS) rüstet sich weiter auf. In einer kürzlich durchgeführten Spacewalk haben die Astronauten Jessica Meir und Chris Williams den Weg für die Installation des vorletzten ausrollbaren Solarpanels geebnet – ein wichtiger Schritt zur Steigerung der Energieversorgung der Station.
Komplette installation des solarpanels 2a steht bevor
Die Astronauten beendeten am gestrigen Abend den 94. Spacewalk der USA auf der ISS. Ihre Aufgabe: die Struktur für das Solarpanel des Kanals 2A fertigzustellen und die elektrischen Verbindungen zum Stationsnetzwerk herzustellen. Das iROSA-Panel, Teil des ISS Roll-Out Solar Arrays (iROSA), wurde bereits im Juni 2021 installiert. Die ursprüngliche Intention war, die Stromerzeugung der bestehenden Solarmodule zu erhöhen, deren Leistung mit etwa 20 Jahren zunehmend abnimmt.
Jedes iROSA-Panel deckt etwa die Hälfte der Fläche eines herkömmlichen Panels ab, liefert aber deutlich mehr Energie. Aktuell generiert die ISS mit den neuen Panels 215 Kilowatt – ein deutlicher Anstieg gegenüber den rund 160 Kilowatt der ursprünglichen Module. Ursprünglich waren sechs dieser ausrollbaren Panels geplant. Doch Boeing, der Luft- und Raumfahrtriese, erhielt 2023 einen Auftrag zur Herstellung und zum Start von zwei weiteren Panels für die Kanäle 2A und 3B. Mit der Fertigstellung aller acht iROSA-Panels dürfte die ISS eine Leistungssteigerung von 20 bis 30 Prozent gegenüber dem Zustand bei ihrer Inbetriebnahme erreichen.
Neben der Installation des Panels nutzten Meir und Williams den Spacewalk, um die Befestigungsschrauben von elektrischen Komponenten in der Nähe des neuen Panels zu lösen. Dies ermöglicht zukünftige Reparaturen und Austausche mit dem Roboteralarm der Station – eine willkommene Ergänzung, da die ursprüngliche Planungszeit für die ISS-Einsätze nun auf 2032 verschoben wurde.
Für Jessica Meir war dies der vierte Spacewalk, während Chris Williams seine erste Erfahrung im Weltraum machte. Insgesamt haben Astronauten seit Beginn der ISS-Bau- und Wartungsarbeiten 1.760 Stunden und 28 Minuten im Weltraum verbracht – das entspricht 73 Tagen, acht Stunden und 28 Minuten. Die Astronauten konnten zudem kleinere Aufgaben erledigen, wie die Installation einer Abdeckung für eine Kamera und die Probenentnahme von der Außenseite der Quest-Echluse zur Untersuchung potenzieller Mikroorganismen. Diese Aufgaben werden in einem späteren Spacewalk abgeschlossen.
Die ISS verfügt zudem über ein neues Batteriesystem, das zwischen 2017 und 2021 in mehreren Spacewalks ausgetauscht wurde. Das externe Stromversorgungssystem der Station sollte eigentlich 2030 außer Betrieb genommen werden, doch die Verzögerungen bei kommerziellen Raumstationen haben diesen Zeitplan verschoben.
Schlüsselzahl: Die iROSA-Panels sind ein entscheidender Faktor, um die Lebensdauer der ISS zu verlängern und die wissenschaftliche Forschung im Weltraum auch in den kommenden Jahren zu ermöglichen. Die stetige Modernisierung der Station ist ein Beweis für den unermüdlichen Fortschritt der Raumfahrt.
