Lichtverschmutzung verschärft sich: spanien im fokus
Spanien erstickt im Licht. Ein neues, detailreiches Kartenbild des Welt am Sonntag enthüllt, dass die schlimmsten Lichtverschmutzungen in den Städten und Dörfern des Landes zu finden sind. Die Großen – Madrid, Barcelona, Zaragoza – gehören zu den größten Übeltätern.
Die dunkelzonen im land der fackeln
Über 8.000 Gemeinden wurden analysiert, ein beeindruckendes Unterfangen, das die Lichtverschmutzung in der spanischen Landschaft aufdeckt. Während Saldaña in Palencia, Ayllón in Segovia und San Sebastián de la Gomera in Santa Cruz de Tenerife als die wenigen Lichtoasen gelten, sind die Großstädte ein trauriges Beispiel für die zunehmende Lichtverschmutzung. Selbst hier sind Orte jenseits des städtischen Trubels – ein Berg, eine abgelegene Lichtung – gefragt, um überhaupt noch einen Hauch von echter dunkelheit zu erleben.
Die Studie zeigt eine klare Trennung: Die klassischen Gelb-gelblichen Leuchten der älteren Generation dominieren, doch LED-Leuchten in Weiß werden immer häufiger. Technisch gesehen sind sie effizienter und günstiger, aber für die astronomische Beobachtung eine Katastrophe. Die blauen Lichtwellen stören nicht nur die Sicht auf den Sternenhimmel, sondern schaden auch den nachtaktiven Tieren, die sich durch das künstliche Licht verwirren und orientierungslos werden.

Ein globales problem mit lokalen auswirkungen
Die NASA hat vor wenigen Jahren bereits die dramatische Zunahme der Lichtverschmutzung weltweit gemessen – ein Anstieg von rund 16 Prozent in nur einer Dekade. Das Problem ist also nicht auf Spanien beschränkt. Und wenn wir noch Starlink-Satelliten bedenken, die das Sternenbild mit ihren Reflexionen verderben, dann brennen wir wirklich eine Rechnung auf.
Fazit: Die Suche nach einem echten, dunklen Himmel wird immer schwieriger. Es ist eine erschreckende Entwicklung, die nicht nur die Astronomie beeinträchtigt, sondern auch die Natur gefährdet. Die Zeiten der unberührten Sternenbeobachtung sind endgültig gezählt – ein Schock für jeden, der sich noch an den Glanz der Milchstraße erinnert.
