Nach jahrzehntelanger wartezeit: netflix setzt auf 'maelstrom'
Ein Film, der seit 1993 im Kasten verstaubt – kaum jemand hätte das für möglich gehalten. Doch Netflix, in Partnerschaft mit Jaume Collet-Serra, hat sich erneut an dieses Maelstrom gewagt. Ein kühler Schachzug, der das Potenzial für einen überraschenden Erfolg birgt.
Ein jahrzehnt der stagnation
Die Geschichte des Projekts ist bizarr. Ursprünglich 1993 von Jeffrey Robinov für Warner Bros. entwickelt, blieb der Actionfilm jahrelang unberührt. Bis zu dieser Woche, als Netflix und Produzent Ori Marmur beschlossen, die alten Pläne wieder aufleben zu lassen. Marmur, bekannt für seinen geschickten Umgang mit Produktionsbudgets, hat den Drehbuchautor Mark Bianculli verpflichtet, um das ursprüngliche, bereits 1993 verfasste Manuskript zu überarbeiten. Ziel ist es, die Geschichte für die heutige Zeit zu modernisieren und ein solides Drehbuch zu schaffen – eine Mammutaufgabe angesichts der langen Entwicklungszeit.

Die prämisse: ein katz-und-maus-spiel
Die Handlung dreht sich um einen Bundesagenten, der die Geliebte eines gefährlichen Waffenhandels zu beschützen versucht. Was als Routineeinsatz gegen einen kriminellen Ring beginnt, entwickelt sich schnell zu einem verzweifelten Überlebenskampf. Eine Überraschung – der Plot spielt sich fast ausschließlich an einem einzigen, turbulenten Tag ab. Ein gewaltiger Hurrikan trifft die Region, unterbricht die Kommunikation und verhindert jede Hilfeleistung. Die Protagonisten sind allein gelassen, müssen sich gegen eine wachsende Bedrohung zur Wehr setzen und kämpfen für ihr Leben.
Collet-serra als garant für spannung
Die Wahl von Jaume Collet-Serra als Regisseur ist keineswegs überraschend. Der spanische Filmemacher hat sich bereits mit Netflix einen Namen gemacht, vor allem mit seinem Thriller Equipaje de mano (2024), in dem Taron Egerton eine packende Geschichte über einen Sicherheitsbeamten im Flieger erzählte. Collet-Serra ist bekannt für seine Fähigkeit, intensive Spannung zu erzeugen und seine Zuschauer in den Bann zu ziehen. Er wird die Herausforderung annehmen, aus diesem jahrzehntelang stillgelegten Projekt ein packendes Action-Erlebnis zu formen.
Ritchson im visier?
Die Suche nach dem passenden Gesicht für die Hauptrolle ist in vollem Gange. Alan Ritchson, der vor allem durch seine Rollen in Reacher und Machete bekannt wurde, gilt als Favorit. Sein athletischer Körperbau und seine beeindruckende Präsenz auf dem Bildschirm passen perfekt zu der Rolle eines erfahrenen Bundesagenten. Ob Ritchson tatsächlich an Bord geht, ist noch nicht offiziell bestätigt, doch die Verhandlungen laufen – und die Erwartungen sind hoch. Ein solcher Cast-Move würde die Aufmerksamkeit zusätzlich auf das Projekt lenken. Die Netflix-Produktion verspricht, ein spannendes Experiment zu werden, das zeigt, dass selbst aus alten Ideen neues Leben erzeugt werden kann – vorausgesetzt, man hat die richtigen Leute an der Spitze.
