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O2-kunden zahlen drauf: teure auslandstarifen – so schützen sie sich

Reisende in Richtung Türkei oder Ägypten aufgepasst: Ein Kunden von O2 hat sich über eine überraschend hohe Rechnung in Höhe von 50 Euro geärgert. Er hatte lediglich ein paar Nachrichten verschickt und plötzlich eine Rechnung über 12 Euro pro Megabyte erhalten. Die Geschichte zeigt, dass der vermeintliche Komfort des Roamings nicht immer so günstig ist, wie er scheint.

Roaming-falle: o2-kunden zahlen teuer für daten im ausland

Während viele Mobilfunkanbieter ihren Kunden beim Reisen innerhalb der Europäischen Union großzügige Tarife anbieten, können die Kosten außerhalb dieser Zone explodieren. O2 ist da keine Ausnahme. Kunden berichten zunehmend von unerwartet hohen Auslandsrechnungen, insbesondere wenn sie sich nicht bewusst sind, welche Einstellungen aktiviert sind.

Die Situation ist komplex: Technisch gesehen existiert das Roaming weiterhin, auch wenn es oft unbemerkt im Hintergrund abläuft. Das bedeutet, dass Ihr Smartphone sich unbemerkt mit anderen Netzwerken verbinden kann – und dann fallen astronomische Gebühren an. Ein Nutzer beklagte sich auf X über eine Rechnung von 50 Euro nach einem Kurztrip nach Istanbul, nachdem er nur wenige Nachrichten verschickt hatte. Die Kosten belaufen sich dort auf 12,10 Euro pro Megabyte.

O2 selbst gibt Tipps, wie man diesen Fall von hohen Kosten vermeiden kann. Die einfachste Maßnahme: Mobile Daten und Datennutzung im Ausland komplett deaktivieren. Das geht über die Einstellungen des Smartphones. Das Deaktivieren des APN-Eintrags wird ebenfalls empfohlen, um unerwünschte Verbindungen zu verhindern.

Die Zonen, in denen O2-Tarife gelten, sind klar definiert. Zone 1 umfasst die EU, Island, Liechtenstein, Norwegen, Großbritannien und die Ukraine. Hier können Kunden ihre vertrauten Tarife nutzen. Ab Zone 2 (u.a. Kanada, Marokko) und Zone 3 (u.a. Asien, Afrika) steigen die Preise deutlich an – bis zu 12,10 Euro pro Megabyte.

Doch Vorsicht: Auch innerhalb der EU können unerwartete Kosten entstehen. Ein Fall von Lowi-Kunden zeigt, dass das Verbinden mit Nachbarländern, die noch Roaming-Gebühren erheben, zu unangenehmen Überraschungen führen kann. Wie man sich schützen kann, ist klar: Mobile Daten und Datennutzung im Ausland ausschalten.

Die App-Welt ist eine weitere Stolperstelle. Viele Apps verbrauchen im Hintergrund Daten. Auch hier gilt: Datenverbrauch im Ausland minimieren. Auch der Umstieg auf eine eSIM kann bei der Portierung zu Problemen führen. Es lohnt sich, die Einstellungen vor der Reise zu überprüfen. Die hohe Nachfrage nach eSIM-Lösungen könnte hier eine neue Alternative darstellen.

O2 rät dazu, vor der Reise die Einstellungen im Smartphone zu überprüfen und Datenroaming sowie mobile Daten zu deaktivieren. Diese einfache Maßnahme kann teure Überraschungen verhindern.

Die Lehre aus diesen Vorfällen ist klar: Auch wenn Roaming offiziell existiert, ist es ratsam, im Zweifelsfall auf eigene Faust vorzugehen und die Einstellungen vor einer Reise zu überprüfen. Denn die Rechnung für unbedachte Nutzung kann schnell sehr hoch ausfallen.