Peaky blinders: der abschied und ein neues kapitel im gangster-genre
Freitag, 20. März: Zeit für einen Heimkinoabend der besonderen Art. Der Film „Peaky Blinders: Der Mann ohne Prinzipien“ ist da, eine würdige Fortsetzung der gefeierten Gangster-Serie. Doch während Fans in den Film eintauchen, wirft der Ausstieg eines Schlüsselspielers ein neues Licht auf die Dynamik hinter den Kulissen.
Ein schatten über der shelby-familie: joe coles abgang
Die Abwesenheit von John Shelby, brillant verkörpert von Joe Cole, hinterließ in den späteren Staffeln eine bleibende Lücke. Sein tragischer Tod war nicht nur ein Schock für die Zuschauer, sondern veränderte auch die Machtverhältnisse innerhalb der Familie Shelby. Aber was trieb Cole dazu, die Serie zu verlassen? Seine Aussagen in einem Interview mit Metro deuten auf eine zunehmende Frustration hin.
„Es war im Grunde die Serie von Cillian [Murphy]“, so Cole. „Meine Rolle war nicht so zentral. In dieser neuen Serie, die ich mache, ist es eher ein Ensemble, es geht tief in die Charaktere ein. Das ist für mich eine Chance, zu zeigen, was ich kann, und für den Rest der Besetzung, was sie können.“ Diese Worte offenbaren eine bittere Wahrheit: Cole fühlte sich in „Peaky Blinders“ unterprivilegiert, während Murphy im Zentrum des Geschehens stand.
Die Entscheidung war wohl nicht einfach, doch sie führte Cole zu „Gangs of London“, einer Serie, die nun auf SkyShowtime in Deutschland verfügbar ist. Ein Serienjuwel, das weit mehr Aufmerksamkeit verdient.

Gangs of london: mehr als nur ein gangster-epos
„Gangs of London“ ist keine bloße Imitation von „Peaky Blinders“. Es ist ein düsteres, brutales und unglaublich spannendes Epos über den organisierten Kriminalität in London. Nach dem Mord an dem Patriarchen Finn Wallace gerät die Unterwelt in ein Chaos, als verschiedene internationale Banden um die Vorherrschaft kämpfen. Die Serie besticht durch ihre akribisch choreografierten Kampfszenen, eine komplexe Handlung und eine Atmosphäre, die den Zuschauer von der ersten Minute an in ihren Bann zieht. Die Serie hat auf Filmaffinity eine Bewertung von 7,4/10 erhalten – ein deutlicher Hinweis auf ihre Qualität.
Wer nach „Peaky Blinders“ noch nicht genug hat, sollte sich „Gangs of London“ nicht entgehen lassen. Und wer ohnehin Kunde bei SkyShowtime ist, dem sei auch „Tierra de Mafiosos“ mit einem herausragenden Tom Hardy, Pierce Brosnan und Ellen Mirren ans Herz gelegt. Ein Fest für Liebhaber des Gangster-Genres.
Die Gaming-Welt profitiert ebenfalls von der Popularität von „Peaky Blinders“, wie die Entwicklung von Expedition 33 und anderen kommenden Spielen zeigt. Es bleibt abzuwarten, ob diese Spiele die Atmosphäre und den Charme der Serie einfangen können, aber die Vorfreude ist groß.
Die Geschichte von „Peaky Blinders“ und dem Aufstieg von „Gangs of London“ zeigt, dass der Gangster-Film und die -serie weiterhin eine Faszination auf das Publikum ausüben. Joe Coles Entscheidung, seinen eigenen Weg zu gehen, war vielleicht ein Risiko, aber es führte ihn zu einem Projekt, das sein Talent in vollem Umfang zur Geltung bringt. Und das ist der wahre Triumph eines jeden Schauspielers.
