Progress ms-33 landet manuell an der iss – rückkehr zum startbetrieb in baikonur
Moskau – Die Raumfähre Progress MS-33 hat sich am 24. März 2026 nach einer präzisen, manuellen Einfahrt erfolgreich am oberen Dockport des Poisk-Moduls der Internationalen Raumstation (ISS) angedockt. Der russische Astronaut Sergej Kuschnerow führte die Manöver durch, nachdem bei der automatischen Dockingsequenz eine der beiden Antennen des Kurs-Systems ausfiel.

Progress ms-33 liefert wichtige nachschub für die iss
Normalerweise erfolgt das Andocken der Progress-Raumfaringe automatisch, doch der Ausfall einer Antenne zwang zu einer Nutzung des manuellen Torus-Systems. Die mitgeführte Fracht umfasst 2,7 Tonnen an Lebensmitteln, Wasser, Luft, Material für Wartungsarbeiten und wissenschaftliche Experimente sowie Treibstoff, Wasser und Gase. Diese werden über die entsprechenden Kanäle automatisch an die Station transportiert.
Die erfolgreiche Rückkehr zum Startbetrieb von Plattform 31/6 des Kosmodroms Baikonur ist von großer Bedeutung. Diese Startrampe ist die einzige, von der aus Russland Raumfähren zur ISS befördern kann und war seit dem 27. November außer Betrieb, nachdem sie bei der Verlegung der bemannten Soyuz MS-28 beschädigt worden war.
Die Ankunft der Progress MS-33 fällt mit anderen wichtigen Ereignissen zusammen: Die εpsilon-Mission der ESA-Astronautin Sophie Adenot startete ebenfalls mit der Crew 12 der NASA zur ISS. Zudem begann der japanische Raumfrachttransporter HTV-X1 seine unabhängige Mission im Orbit. Die letzte Cygnus XL-Frachtkapsel wurde ebenfalls erfolgreich demontiert, während die Progress MS-31 auf die Wiederaufnahme der Roskosmos-Starts zur ISS wartet. Die ISS steht nun bereit für die Installation des vorletzten ausrollbaren Sonnenpanels.
Die Reparaturarbeiten an der Startrampe in Baikonur dauerten mehrere Wochen. Die Rückkehr zur Nutzung stellt einen wichtigen Schritt für Russlands Raumfahrtprogramme dar. Die ISS bleibt somit ein zentraler Knotenpunkt für internationale Forschung und technologische Entwicklung.
