Spacex falcon heavy erwacht – ein rückkehrer mit komplikationen
Nach über zwei Jahren
des Wartens ist es endlich wieder soweit: SpaceX hat am 29. April 2026 seinen ersten Falcon Heavy seit Oktober 2024 gestartet. Die Nutzlast? Das dritte Kommunikationssatellit ViaSat 3, der nun in eine geostationäre Umlaufbahn gebracht wurde. Ein technischer Triumph, der aber auch einige unerwartete Wendungen nahm.Ein unorthodoxer landungstanz
Die Sache ist, dass die zentralen Raketenstufen ihr volles Leistungspotenzial voll ausspielen mussten, um das Satellit in seine Zielposition zu katapultieren. Das Ergebnis: Ein ungewöhnlicher Landungstanz der Triebwerke. Statt der üblichen, präzisen Landungen auf den angestrebten Landeplattformen Zonas de aterrizaje 2 und 40 in Cabo Cañaveral, trennten sich die Triebwerke mit einigen Sekunden Differenz. Eine späte 8 Kilometer-Distanz – eine kleine, aber bemerkenswerte Abweichung von der Norm.
Und dann ist da noch die Frage der Propulsoren. Die seittern Triebwerke, die bei den Missionen 22 und 2 bereits bewiesen hatten, was sie können, landeten ebenfalls ohne Probleme, aber mit einer bemerkenswerten Verzögerung. Man könnte fast sagen, sie hatten ihren eigenen Zeitplan.
SpaceX wird nun versuchen
, die Schutzhülle, bestehend aus den Teilen der Missionen 25 und 28, per Greifvogel abzusammeln. Ein mühsamer Prozess, der sich als besonders zeitaufwendig herausstellte. Ein kleiner, aber feiner Punkt in der Bilanz.
Die falcon 9 – ein überflieger im schatten
Es ist ironisch, aber wahr: Die verbesserte Falcon 9 Block 5, mit ihrer gesteigerten Leistung, hat viele Startmissionen auf den Falcon Heavy verlagert. Der heutige Start, Nummer 12 für diesen beeindruckenden Raketen-Schwarm, zeigt, dass der Falcon Heavy nur noch gelegentlich in den Vordergrund rückt. Die NASA hat beispielsweise den Europa Clipper – ein Projekt, das ursprünglich für den SLS bestimmt war – auf einem Falcon Heavy ins All geschickt.
Doch die Zukunft sieht rosig aus. SpaceX plant noch vier Falcon Heavy Starts in diesem Jahr: zwei Griffin-Landemodulen für Astrobotic, der Nancy Grace Roman-Weltraumteleskop und eine geheime Nutzlast für die US Space Force. Und dann ist da noch das europäische Rosalind Franklin-Rover-Programm, das mit einem Falcon Heavy nach Mars geschickt werden soll – voraussichtlich erst Ende 2028.
Trump’s kurzfristige Eskapaden haben sogar die Mission eines Falcon Heavy für den Rover Rosalind Franklin nach Mars sichergestellt. Ein überraschender Twist, der die Raumfahrtplanung weiter durcheinander bringt. SpaceX hat eine beeindruckende Leistungssteigerung der Falcon 9 durchgeführ, was viele Starts auf die kleinere Rakete verlagert hat. Das ist eine Tatsache, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
Die Wiederbelebung des Falcon Heavy ist mehr als nur ein technischer Erfolg; es ist ein Zeichen der Widerstandsfähigkeit und der Innovationskraft von SpaceX. Ein Rückkehrer mit Komplikationen, aber mit dem Potenzial, die Grenzen des Weltraums erneut zu verschieben. Und das, ohne auf übertriebene Versprechungen oder endlose Fragen zu setzen.
