Xbox-schock: obsidian droht die schließung – sharma verstärkt entlassungen
Die Gaming-Welt steht Kopf: Microsoft bereitet offenbar einen massiven Umbau bei Xbox vor, der weitreichende Folgen für zahlreiche Studios haben könnte. Ein Leak von The Game Business enthüllt, dass Obsidian Entertainment nun zu den Studios gehört, die ernsthafte Existenzängste haben.
Frustrierte entwickler und eine 'startup'-mentalität im visier
Asha Sharma, die neue CEO von Xbox, hat mit einer ambitionierten Strategie begonnen, die auf das Wachstum großer Franchises setzt. Doch dieser radikale Kurs scheint die Entwickler zu belasten. Wie aus internen Quellen zu hören ist, herrscht ZORN unter den Teams. Die strikte Umsetzung von Sharma’s „Startup“-Mentalität, mit extrem kurzen Planungszyklen und beschleunigten Entscheidungsprozessen, steht im krassen Gegensatz zu den etablierten Arbeitsweisen vieler Studios.
So sollen Teams, die jahrelang mit detaillierten Planungen und langen Meetings gearbeitet haben, nun innerhalb weniger Tage oder sogar Stunden Entscheidungen treffen müssen – ein Beispiel hierfür ist die rasche Preiserhöhung der Xbox Game Pass Abonnements, die direkt nach der Ankündigung von Apple erfolgte.

Obsidian im fokus – mehr als nur ein rpg-studio
Die Situation von Obsidian ist besonders kritisch, da das Studio seit Jahren für seine hochwertigen RPGs bekannt ist. Titel wie Fallout: New Vegas, die Pillars of Eternity-Reihe, Grounded und die Outer Worlds haben nicht nur Kritikerlob erfahren, sondern auch eine treue Fangemeinde aufgebaut. Obsidian ist eines der wenigen Studios, das in den letzten fünf Jahren konstant fünf Spiele veröffentlichen konnte – eine Leistung, die für die meisten Konkurrenzunternehmen unerreichbar ist.
Der jüngste Erfolg mit The Outer Worlds und die Ankündigung von Avowed konnten den wachsenden Druck nicht aufheben. Das Problem: Der Erfolg dieser Spiele reicht nicht aus, um den immensen Rückgang im Verkaufszahlen des Call of Duty auszugleichen, der die gesamte Xbox-Strategie in Frage stellt.

Entlassungen und ein fragiles fundament
Experten vermuten, dass die möglichen Schließungen anderer Studios, wie beispielsweise Double Fine, eine symbolische Geste sein könnte, um die Entwickler zu demütigen. Es wird spekuliert, dass Microsoft versucht, die Schuld für den Misserfolg von Call of Duty auf die Studios abzuwälzen. Ein Insider von The Game Business äußerte sich zutiefst besorgt: „Die Teams hatten gerade erst Anzeichen von Fortschritt gesehen. Jetzt werden sie für den Erfolg von Call of Duty bestraft.“
Die Entscheidung von Asha Sharma, sich stark auf etablierte Franchises zu konzentrieren, wird von vielen als fehlgeleitet kritisiert. Ein Spieleentwickler äußerte sich schockiert: „Sie glauben, dass sie mit einem 95er Metacritic-Wert in Halo automatisch einen Hit produzieren können. Das ist eine Illusion.“
Letztendlich scheint Microsoft nach dem Verkauf von Activision Blizzard eine neue Struktur etabliert zu haben, in der die Entscheidungsfindung stark von Amy Hood und Satya Nadella geprägt wird. Die Unabhängigkeit und Kreativität der Studios sind deutlich eingeschränkt. Die Zukunft von Obsidian Entertainment – und potenziell auch anderen Studios – hängt nun von der strategischen Richtung der Xbox ab. Die Frage ist: Werden die Schließungen eine notwendige Maßnahme oder ein kostspieliger Fehler?”n
